29. März 2026
Erasmus+ Dublin 2026

Berichte der Teilnehmenden am Erasmus+ Programm über Ihre Erlebnisse und Erfahrungen in Dublin 2026:
Anreise und Unterkunft
Unsere Erasmus+ Praktikum nach Dublin begann mit der Anreise, um 8:15 Uhr trafen wir uns am Flughafen Düsseldorf und gaben unser Gepäck auf. Nach der Sicherheitskontrolle suchten wir unser Gate. Trotz einer kleinen Verspätung startete der Flug kurze Zeit später. Der Flug war angenehm und verlief ohne Probleme. Nach der Ankunft in Dublin wurden wir in der Ankunftshalle von den Fahrern empfangen und direkt zu unseren Gastfamilien gebracht. Wir sind Geschlechter getrennt zu zweit oder zu dritt in den Familien untergebracht. Dort wurden wir sehr herzlich aufgenommen und direkt in das Familienleben einbezogen. Zudem konnten schon beim ersten Kennenlernen kulturelle Unterschiede feststellen, wie beispielsweise die Kommunikation. Sie kommunizieren viel mehr und dabei humorvoller und sehr freundlich.
Emma und Paul


In der Sprachschule
Die ersten Tage am ADC College markierten den Auftakt zu drei intensiven Wochen in Dublin, vom 1. März bis zum 21. März. Die erste Woche war ganz dem Sprachkurs gewidmet, der uns sprachlich, kulturell und organisatorisch auf die kommenden zwei Wochen im irischen Arbeitsumfeld vorbereiten sollte. Nach einigen Tagen zeigte sich, wie wertvoll dieser Einstieg gewesen ist. Wir haben nicht nur unsere Englischkenntnisse verbessert, sondern auch den irischen Alltag kennengelernt.
Zu Beginn erhielten wir einen breiten Überblick über viele Informationen, die für unseren Aufenthalt wichtig waren. Dazu gehörten praktische Informationen wie zum Beispiel die Nutzung der Leap Card, Hinweise zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Tipps zu Aktivitäten in Dublin sowie wichtige Notfallkontakte.
Während des Unterrichts haben wir gelernt, uns auf reale Situationen vorzubereiten. Zudem haben wir einen kurzen Einblick in den irischen Sprachgebrauch, sprich Slang, erhalten. Hierzu zählten unter anderem die Erweiterung des Wortschatzes rund um Berufe, Arbeitsabläufe und Kommunikation in Unternehmen, Übungen zu Smalltalk und höflicher Gesprächsführung. Uns wurden Arbeitsblätter ausgehändigt, die uns auf das aktive Anwenden von Vokabeln unterstützten. Ebenfalls haben wir einen Überblick über die irische Kultur und Traditionen anhand der Geschichte „The Children of Lir“ vermittelt bekommen.
Außerdem erhielten wir Hinweise darauf, wie ein Gespräch begonnen, geführt und respektvoll beendet werden kann. Zur Vorbereitung haben wir Bewerbungen geschrieben und ein Formular zur Bewerbung für eine Jobmesse („Job Fair Application“) ausgefüllt. Daraufhin haben wir ein Interview bzw. Bewerbungsgespräch auf Englisch zwischen einem „Interviewer“ und einem „Interviewee“ erstellt und präsentiert. Diese Aufgaben wurden bewusst realitätsnah gestaltet, damit wir in den kommenden Wochen in unseren Unternehmen sicher auftreten.
Parallel dazu beschäftigten wir uns mit einer Recherchearbeit, welche wir zu einem selbst gewählten Thema erarbeiten sollten. Diese haben wir in einem broschürenartigen Stil oder als Flyer angefertigt. Die Themen konnten frei gewählt werden und orientierten sich inhaltlich an Irland.
Schlussendlich bildeten uns die Tage bei dem ADC-College nicht nur sprachlich weiter, sondern vermittelten uns auch ein tieferes Verständnis für die irische Sprache und Kultur. Die gewonnenen Kenntnisse sorgen für eine leichtere Orientierung bei der praxisorientierten Arbeit in den irischen Unternehmen.
Zur Veranschaulichung des Blogbeitrages dienen die Bilder (siehe unten)
Maya Lück und Aylin Cilingir (BWVM1)



Kulturelle Unterschiede
Irland und Deutschland sind beides europäische Länder, unterscheiden sich aber in vielen kulturellen Gewohnheiten.
Während unseres Aufenthalts sind uns einige Unterschiede besonders aufgefallen. Das Erste, was wir bemerkt haben, war der Linksverkehr in Irland. Auch das Bussystem ist etwas anders als in Deutschland. Die Busse haben oft ihre eigene Fahrspur und wenn man einsteigen möchte, muss man dem Busfahrer mit einem Handzeichen signalisieren, dass man mitfahren will. Eingestiegen wird vorne beim Fahrer, wo man seine Fahrkarte scannt. Ausgestiegen wird hinten und währenddessen bedanken sich viele Menschen laut beim Busfahrer.
Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass viele Menschen mit den Verkehrsregeln etwas lockerer umgehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Leute bei einer roter Ampel über die Straße gehen, selbst wenn eine Straßenbahn kommt oder sogar die Polizei in der Nähe ist.
Ein weiterer Unterschied ist der Sonntag. In Irland sind die Innenstädte auch sonntags sehr belebt. Die meisten Geschäfte haben geöffnet und viele Menschen verbringen ihre Zeit in Parks, Cafés oder beim Einkaufen. In Deutschland dagegen gilt der Sonntag eher als Ruhetag und viele Geschäfte bleiben geschlossen.
Auch die Kommunikation und das Miteinander haben uns im ersten Moment überrumpelt. In Irland ist es ganz normal, sich zu entschuldigen, selbst wenn man eigentlich nichts falsch gemacht hat, zum Beispiel wenn zwei Personen versehentlich zusammenstoßen. Insgesamt wirken die Menschen sehr höflich und freundlich.
Im Vergleich zu Deutschen, die oft eher direkt zum Punkt kommen, führen die Iren gerne Small Talk. Besonders beliebt sind Gespräche über alltägliche Dinge wie das Wetter.
Auch beim Thema Pünktlichkeit gibt es Unterschiede. Da sich öffentliche Verkehrsmittel in Irland öfter verspäten, haben viele Menschen mehr Verständnis dafür. In Deutschland bekommt man bei Verspätungen dagegen manchmal eher den Kommentar: „Dann musst du eben früher aufstehen.“
Ein wichtiger Teil der irischen Kultur sind außerdem die Pubs. Sie sind nicht nur Orte zum Trinken, sondern auch wichtige Treffpunkte, an denen Menschen zusammenkommen, reden, Musik hören oder einfach Zeit miteinander verbringen. In Deutschland trifft man sich dagegen häufiger in Restaurants oder im Biergarten.
Auch der Humor unterscheidet sich etwas. Der irische Humor ist oft sehr (selbst-)ironisch. Menschen machen gerne Witze über sich selbst oder erzählen humorvolle Geschichten. Deutscher Humor wirkt dagegen oft etwas trockener und direkter.
Insgesamt haben wir festgestellt, dass das Leben in Irland in vielen Situationen etwas lockerer und sozialer wirkt als in Deutschland.
Max & Melissa




Vorstellung eines Unternehmens
Während meines Praktikums hatte ich die Möglichkeit, das Unternehmen Riverview Business kennenzulernen. Das Unternehmen wurde im Jahr 2008 gegründet und bietet private Buchhaltungsdienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Selbstständige an.
Das Team besteht aus zwei Mitarbeiterinnen: der Gründerin und Leiterin des Unternehmens sowie ihrer Mitarbeiterin. Obwohl das Team klein ist, funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut und die Aufgaben sind klar verteilt.
Während meines Praktikums habe ich verschiedene einfache, aber wichtige Aufgaben übernommen. Ich habe Rechnungen überprüft und Dokumente in das digitale System gescannt. Außerdem durfte ich bei der Berechnung von Steuern helfen und habe dabei einige neue Fachbegriffe aus dem Bereich Buchhaltung gelernt.
Durch diese Aufgaben konnte ich einen guten Einblick in die Arbeit eines Buchhaltungsbüros bekommen. Ich habe verstanden, wie wichtig Genauigkeit und Ordnung in diesem Beruf sind.
Insgesamt war das Praktikum bei Riverview Business eine wertvolle Erfahrung für mich, weil ich praktische Einblicke in den Arbeitsalltag eines kleinen Unternehmens bekommen habe.
Anastasiia

